So sicher wie nötig – Natürliche Familienplanung

So natürlich wie möglich, so sicher wie nötig!

In diesem Satz steckt (fast) alles drin was frau und man(n) sich von einer modernen Familienplanungsmethode erwarten.
Früher oder später trifft jedes Paar auf die Gretchenfrage des Beziehungslebens: Wie haltens wir mit der Familienplanung? Baby nein, Baby ja, Baby nie, Baby jetzt noch nicht… egal in welche Richtung die Liebesbeziehung gerade steuert, eine verlässliche und anwenderfreundliche Methode der Empfängnisregelung muss her – und die soll eben so natürlich wie möglich und so sicher wie nötig sein.

Der Trend zum Natürlichen mach nicht bei unserem Einkaufskörberl halt (das wir am liebsten mit biologischen und am besten mit regionalem Obst und Gemüse befüllen), sondern hat nach medialen Schockmeldungen über die gesundheitsschädlichen Nebenwirkungen hormoneller Verhütungsmittel nun auch in der Frage der Familienplanung Einzug genommen. Frau möchte sich zunehmend den künstlichen Hormonen entziehen – Recht so!

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Sache mit der natürlichen Familienplanung gar nicht so kompliziert ist, wie es uns viele Artikel und Meinungen weiß machen wollen. Leider sind viele Ärzte in dieser Frage nicht kompetent genug und raten uns deshalb viel zu oft – und viel zu schnell – von solchen Methoden ab. Hier könnt ihr nun die Grundlagen der NFP nachlesen – bei Interesse bieten wir auch eine individuelle Beratungsstunde zum Thema an.

Die Natürliche Familienplanung beruht auf der wissenschaftlichen Tatsache, dass im Zyklus der Frau fruchtbare und unfruchtbare Tage mit Zuverlässigkeit erkannt und interpretiert werden können.

Es ist fast so, als würde unser Körper eine eigene Sprache „sprechen“, die wir Frauen eben recht einfach lernen können – mit einer guten Portion Konsequenz und Ausdauer sprechen wir sie bald fließend.

Diese Sprache möchte ich euch jetzt auch noch ein wenig genauer erklären: Unser Körper sendet uns quasi Fruchtbarkeitszeichen, und zwar dreierlei:

Erstens: der Zervixschleim

Wird im Gebärmutterhalt gebildet und verändert sich während des Zyklus. Wenn wir beim Toilettengang mit Klopapier von der Harnröhrenöffnung bis über den Damm wischen, können wir dessen Fruchtbarkeit fühlen, sehen und beurteilen.Ehrlich Mädels, wer kennt es nicht, dass es sich mal „feucht“ oder „nass“ im Unterhoserl anfühlt? Manchmal merkt man „eigenartigen Ausfluss“ – von weißlich-milchig wie Buttermilch, bis klar und spinnbar wie rohes Eiklar. Voila – das ist ein Teil des Vokabulars, das man recht unkompliziert lernen kann und viel über seine Fruchtbarkeit verrät.

Zweitens: Die Hormone

Verantwortlich für unsere Launen – von himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt. Aber nicht nur: Unsere Geschlechtshormone beeinflussen auch unsere Körpertemperatur! So kann frau feststellen, wenn sie täglich ihre Körpertemperatur misst (bitte nicht unter den Achseln, da ist die Schwankunsbreits zu groß!), dass sich die Temperatur je nach Zyklusphase verändert. Und wieder haben wir ein Vokabular unserer Körpersprache gelernt.

Drittens: der Muttermund

Ja, wir können ihn tasten – mit dem Finger! Nein, das ist nicht grausig, sondern eine einfache Hilfe den Fruchtbarkeitsstatus zu erkennen. Ein bisserl Übung gehört zugegeben dazu, aber ich bin überzeugt, dass es für jede gut lernbar ist: In den fruchtbaren Tagen fühlt sich der Muttermund so weich wie unsere Lippen an, in der unfruchtbaren Zeit so hart und fest wie unsere Nasenspitze.


Wenn frau nun ihren Zyklus beobachtet und dessen Zeichen aufschreibt, kann sie ihre körperlichen Veränderungen als ein faszinierendes Geschehen erkennen. Eine Schwangerschaft lässt sich somit gezielt planen oder vermeiden – UND sie lernt sich auch selbst besser kennen und annehmen.

Das Wissen um unseren Zyklus kann uns so zu einem bewussteren Erleben des Frauseins führen und wir erleben eine positive Einstellung zu unserem Körper.

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